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06.04.2018Wichtige Stimme der Vernunft in ökonomischen Debatten | 20/2018

50 Jahre Club of Rome: Finanzstaatssekretärin Trochowski würdigt die gemeinnützige Organisation

Neues Fenster: Bild - Porträt Trochowski Interamt - vergrößern Staatssekretärin Daniela Trochowski © Interamt

Potsdam/ Winterthur – Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski würdigt zum 50-jährigen Bestehen des Club of Rome diesen als „wichtige Stimme der Vernunft in den ökonomischen Debatten unserer Zeit“. Die gemeinnützige Organisation setzt sich seit ihrer Gründung 1968 für eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit ein und ist einer der zentralen Kritiker von ungebremstem Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch. Im Club of Rome arbeiten Experten verschiedener Disziplinen zusammen, um Vorschläge zu unterbreiten, wie das heutige Wirtschaftssystem so verändert werden kann, dass der Verbrauch von Ressourcen von der Wohlstandentwicklung entkoppelt und die Lebensgrundlagen der Menschen gesichert werden können.

Auf Einladung der Präsidenten des Club of Rome, Prof. Dr. Ernst von Weizsäcker und Anders Wijkman, nimmt Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski am 7. April 2018 an der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens der gemeinnützigen Organisation im schweizerischen Winterthur teil. Damit setzt sie einen Austausch fort, zu dessen Auftakt die Staatssekretärin im Januar dieses Jahres mit dem britische Ökonom und Bestsellerautor Graeme Maxton an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) über dessen neustes Buch diskutierte. In „Ein Prozent ist genug“ gehen Maxton und Jorgen Randers für den Club of Rome der Frage nach, wie Einkommen, Vermögen und Arbeit umverteilt werden müssen, damit trotz wirtschaftlichem Wachstum Ressourcen geschont und die Lebensgrundlagen der Menschen gesichert werden. So schlagen sie beispielsweise Maßnahmen wie eine Arbeitszeitverkürzung, die Einführung eines Grundeinkommens für das einkommensschwache Drittel der Bevölkerung oder die Erhöhung der Erbschaftsteuer vor.

Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Trochowski nennt das Buch einen „sehr wichtigen Debattenbeitrag“, da trotz Wirtschaftswachstum vor allem in Europa aber auch in Deutschland die soziale Ungleichheit zugenommen und die der Menschheit zur Verfügung stehenden Ressourcen wie sauberes Wasser, Metalle oder Erdöl weiter abgenommen haben. Die Volkswirtin freut sich, dass damit diese seit Jahrzehnten ungelösten Probleme wieder stärker in den öffentlichen Fokus gerückt wurden „Wenn wir das Ziel der Nachhaltigkeit ernst nehmen, bleibt vor allem der Abschied von der Ideologie des immer währenden Wachstums“, betont Trochowski zum 50-jährigen Jubiläum des Club of Rome. Und ergänzt: „Egal wie am Ende Regulierungen aussehen werden, ob es sie überhaupt geben wird oder ob sie im Kapitalismus durchsetzbar sind: Sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften ohne übermäßiges Wachstum – das haben die Autoren des Buches ‚Ein Prozent ist genug‘ erkannt – wird Umverteilungen bei Einkommen, Vermögen und Arbeit enormen Ausmaßes notwendig machen. Das ist der soziale Gehalt der Debatte, die wir hier und anderswo führen müssen.“

Auf Einladung des Ministeriums der Finanzen wird der britische Ökonom Graeme Maxton am 27. November 2018 diese Debatte auch im Rahmen der finanzpolitischen Gespräche des Ministeriums fortsetzen. „Es ist immens wichtig, dass diese Debatte weiter geführt wird. Daher freue ich mich, dass Graeme Maxton unsere Einladung bereits angenommen hat“, betont Trochowski. Mehr zu der Veranstaltungsreihe unter www.mdf.brandenburg.de>Finanzpolitische Gespräche.

 

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Hintergrund: 50 Jahre Club of Rome

Der Club of Rome ist eine gemeinnützige Organisation, in der sich Experten verschiedener Fachrichtungen für eine gerechte und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung einsetzen. 1972 erschien der erste große und viel beachtete Bericht des Club of Rome: „Die Grenzen des Wachstums“, heute ein millionenfach verlegter Bestseller. Das aktuelle Arbeitsprogramm des Club of Rome konzentriert sich auf die Themenbereiche 1) Umformulierung der Ziele und Veränderung der Funktionsweise unserer Wirtschaftssysteme; 2) Entkopplung von Wohlstandsentwicklung und Ressourcenverbrauch und 3) Sicherung von Lebensgrundlagen, Arbeitsplätzen und Einkommen.

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