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04.10.2017Landesverwaltung spart jährlich 56.000 Tonnen

CO2 ein | 77/2017

BLB schließt neuen Vertrag für die Stromversorgung ab

Neues Fenster: Bild - Strom - vergrößern Ladestation für Elektrofahrzeuge © MdF

Potsdam – Das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung für die Stromversorgung der Landesverwaltung Brandenburgs steht fest. In den Jahren 2018 bis 2020 werden sämtliche Behörden, Hochschulen und weitere öffentliche Einrichtung des Landes Brandenburg weiterhin mit 100 Prozent Ökostrom versorgt. „Mit den vertraglich vereinbarten hohen Qualitätsmerkmalen tragen wir aktiv zur Verringerung der CO2-Emissionen bei“, so Norbert John, technischer Geschäftsführer des Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB). Der BLB bewirtschaftet einen großen Teil der Landesliegenschaften und ist damit auch für die Stromausschreibung verantwortlich.

„Durch die Vollversorgung mit Ökostrom spart die Landesverwaltung jährlich rund 56.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein“, betont der für die Landesliegenschaften zuständige Finanzminister Christian Görke. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der landeseigenen Energiestrategie und setzen eindeutige Signale für eine Energiewende.“

Ausgeschrieben war ein Strombedarf von rund 116 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr mit einem jährlichen Auftragswert von gut 25 Millionen Euro für rund 2.600 Abnahmestellen. Die Stadtwerke Cottbus und der Energie Vertrieb Deutschland EVD GmbH konnten sich unter sechs Bewerbern durchsetzen. Der zu liefernde Ökostrom muss nachweislich in Anlagen erzeugt werden, die ausschließlich erneuerbare Energiequellen, wie zum Beispiel Wasserkraft, Geothermie, Windenergie oder solare Strahlungsenergie nutzen.

Besonderes Augenmerk legte der BLB in den Ausschreibungskriterien darauf, dass die Beschaffung von Ökostrom zu einem Umweltnutzen führt. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles wurden in den Anforderungskatalog erstmals Neuanlagekriterien einbezogen. Mindestens 33 Prozent des Stroms müssen aus Neuanlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Weitere 33 Prozent des Stroms müssen mindestens aus Bestandsanlagen stammen, die nicht älter als zwölf Jahre sind. Das gilt jeweils für den Beginn des Kalenderjahres, in dem der Strom geliefert wird.

Weiterhin muss die Herkunft des gelieferten Stroms auf eindeutig beschriebene und identifizierbare Quellen zurückzuführen sein. Dieser Herkunftsnachweis bzw. die Zertifizierung muss durch eine staatlich anerkannte technische Überwachungsorganisation (TÜO) oder einen nach dem europäischen Eco-Management and Audit Sheme (EMAS) akkreditierten Umweltgutachter unter Nutzung des Herkunftsnachweisregisters beim Umweltbundesamt erfolgen.

Durch die Vollversorgung mit Ökostrom entsteht dem Land keine finanzielle Mehrbelastung. In der Ausschreibung entsprachen die günstigsten Angebote den Preisen für einen konventionellen Strommix. Seit bald vier Jahren werden die Liegenschaften der Landesverwaltung zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert. Der ab Jahresbeginn 2014 gültige Vertrag läuft zum Jahresende 2017 aus, so dass der BLB die Neuausschreibung durchführte.

Über den BLB

Der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) ist der zentrale Partner für die Landesverwaltung Brandenburg bei den Themen Liegenschafts-, Gebäude- und Baumanagement. Als Eigentümer bewirtschaftet er große Teile des Liegenschaftsvermögens des Landes und ist gleichzeitig serviceorientierter Vermieter. Für die Kunden im Land Brandenburg, von der Staatskanzlei über das Justizministerium bis zum Forstamt, für den Bund und bei besonderem Landesinteresse auch für Dritte managt der BLB Bauprojekte. Weiterhin organisiert er den Fuhrpark der allgemeinen Landesverwaltung Brandenburgs. Durch eine optimale Bewirtschaftung und Verwertung aller Liegenschaften sowie durch die effiziente Planung des Fuhrparks leistet der BLB einen aktiven Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Haushalts des Landes Brandenburg.
Weitere Informationen unter www.blb.brandenburg.de

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